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Olivenöl – gute Qualität ist wichtig

Olivenöl ist ein Pflanzenöl, das aus dem Fruchtfleisch und den Kernen (ausgenommen „entkernte Olivenöle“) von unreifen oder reifen Oliven gewonnen wird. Der Olivenbaum (Olea europaea), auch Ölbaum genannt, ist ein immergrüner Strauch, der vor allem im Mittelmeerraum und in ähnlichen Klimazonen rund um den Globus verbreitet ist. Olivenöl ist ein wichtiges Kulturgut und das zentrale Element der mediterranen Küche, die als sehr gesund gilt. Umso wichtiger ist es, etwas mehr über dieses Produkt zu wissen, vor allem wie man gute Qualität erkennt.

Herkunft und Verbrauch

Die wichtigsten Herstellerländer sind Spanien, Italien, Tunesien und Griechenland, wobei Spanien mengenmäßíg alle anderen bei Weitem übertrifft, was jedoch nichts über die Qualität aussagt. Viele hervorragende Olivenöle kommen aus Italien, Kroatien, Spanien und zunehmend auch Kalifornien oder Südamerika. Beim Verbrauch führt Griechenland mit etwa 15 Litern Olivenöl pro Kopf und Jahr, gefolgt von Spanien und Italien. Hierzulande (Österreich, Deutschland, Schweiz) wird etwa ein Liter Olivenöl im Jahr konsumiert.

Olivenöl – wir wollen „nativ extra“

Olivenöl wird in 8 Güteklassen unterteilt. Wenn man heutzutage von Olivenöl spricht, ist meist die höchste Qualitätsstufe gemeint: Natives Olivenöl extra (extra vergine, extra virgin). Es muss direkt aus Oliven und ausschließlich mit mechanischen Verfahren ohne Wärmeeinwirkung gewonnen werden. Der Gehalt an Freien Fettsäuren muss kleiner gleich 0,8 % sein. Die Peroxidzahl darf 20 meq O2/kg nicht überschreiten. Das Öl darf keine sensorischen Fehler wie ranzig, stichtig, schlammig, modrig oder metallisch aufweisen.

Verkostung durch Profis

Das Besondere an Olivenöl ist, dass die vielen Laborparameter nicht ausreichen, um die einwandfreie Qualität eines Öls zu beurteilen. Deshalb werden Olivenöle von professionellen Verkostern geprüft und nur fehlerfreie Olivenöle dürfen auch wirklich als "nativ extra" verkauft werden. Die Verkostung durch sogenannte Panels, die aus 8-12 Prüfern bestehen, ist rechtlich genauso bindend wie die Laborwerte.

Gutes Olivenöl ist fruchtig, bitter und scharf

Ein Olivenöl nativ extra muss eine gewisse Fruchtigkeit, Bitterkeit und Schärfe aufweisen. Unter Fruchtigkeit versteht man die Sinneseindrücke, die mit der Nase wahrgenommen werden und im Mund "retronasal" bestätigt werden sollten. Gutes Olivenöl weist eine deutliche Fruchtigkeit auf, die Aromen nach frisch geschnittenem Gras, Tomatengrün, Äpfeln, Mandeln, grünen Bananen, Artischocken, Beerenobst und mediterranen Kräutern hervorbringen kann.

Auch wenn hierzulande besonders milde Olivenöle bevorzugt werden und ein Kratzen im Hals den Laien eher irritiert: Die Schärfe ist ebenfalls ein positives Qualitätsmerkmal. Sie ist ein Zeichen früh – also eigentlich unreif – geernteter Oliven mit hohem Polyphenolgehalt. Scharfe Olivenöle sind somit besonders gesund. Das dritte Attribut "bitter" ist ebenfalls positiv, sofern es nicht zu lange anhält oder die anderen Merkmale übertönt.

Olivenöl enthält viele gesunde Stoffe

Es besteht zu ca. 75 % aus der einfach ungesättigten Omega-9-Fettsäure Ölsäure und hilft dadurch das LDL-Cholesterin zu senken und somit das Herz-Kreislauf-System zu schützen. Noch wichtiger sind wahrscheinlich die vielen Fettbegleitstoffe im Olivenöl wie Squalen, Sterine, Polyphenole, Chlorophyll, die Vitamine A und E sowie Carotinoide. Diese wirken antioxidativ, stärken das Immunsystem und pflegen die Haut.

Wo kann man gutes Olivenöl kaufen?

Olivenöl ist laut einem aktuellen GEO-Artikel das am häufigsten gefälschte Lebensmittel. Experten gehen davon aus, dass bis zu 90 % der als "Olivenöl nativ extra" verkauften Produkte nicht der höchsten Qualitätsstufe entsprechen und bestenfalls nativ (2. Kategorie) oder gar lampant sind. Letztere dürften gar nicht als Lebensmittel verkauft werden.

Deshalb empfehlen wir Ihnen, Olivenöle im Fachhandel – direkt oder übers Internet – zu kaufen. Hier erhalten Sie eine gute Beratung und viele ausgezeichnete Olivenöle, die meist direkt bei den Produzenten eingekauft werden.

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